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Insbesondere im Bereich des Internet ändern sich die Rechtsvorschriften entsprechend den ständig neuen technischen Verwertungsmöglichkeiten und dem veränderten Nutzerverhalten.

Wichtig für das deutsche Recht ist, dass auch neue technische Entwicklungen im Gegensatz zu früher nicht mehr vertraglich geregelt werden müssen. Es muss auch nicht mehr gefragt werden, ob zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses eine bestimmte technische Nutzungsmöglichkeit bekannt war oder nicht.

Aber dennoch sollten insbesondere Inhaber älterer Lizenzverträge sehr streng darauf achten, wenn ein Lizenznehmer eine neue Nutzungsmöglichkeit (Stichwort „ebook“, Vertrieb von Filmen über das Internet oder gar Darbietung von älteren Filmen) beginnt. Hier sind in jedem Fall Fristen zu beachten, die auch dem Urheber bekannt sein sollten.

Dies gilt natürlich auch für die verwertenden Unternehmen, die sich nicht ohne weiteres sich nunmehr dazu entscheiden können, von einem Tag auf den anderen eine neue Nutzung zu beginnen.

Eine weitere ganz wichtige Frage ist die der nach der angemessenen Vergütung. Diese betrifft nicht nur die Urheberin, sondern auch vor allem die Verwerter. Zwar gibt es in vielen Fällen einen Rahmen, der je nach Bedeutung und Bekanntheitsgrad eines Künstlers unterschiedliche Vergütungshöhen erlaubt.

Aber jeder Verwerter sollte sich darüber im Klaren sein, dass im Falle eines außerordentlichen, wirtschaftlichen Erfolges das Recht auf Anhebung der ursprünglich vertraglich vereinbarten Vergütung bestehen kann. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, am wirtschaftlichen Erfolg orientierte vertragliche Klauseln zu vereinbaren.